Über uns und die alte Töpferei

heute und damals... Wir fangen mal an, gehen ein Stück in der Geschichte zurück und kommen weiter unten wieder in der Gegenwart an.

inzwischen schon drei Jahre älter, aber immer noch wir...

Von der Ingenieurin über den Bautechniker und das Oktoberkind, das schon als 6-jährige Töpferin werden wollte, bis zum Möchtegernschulkind...

Wir hätten niemals gedacht, dass wir 4 einmal das Team unserer eigenen Töpferei werden. Hauptberuflich arbeiten wir für externe Arbeitgeber und besuchen natürlich noch Schule und Kita.

 

Das Septemberkind (5) will hier auf keinen Fall die Kleinste sein und das ist in vielen Lebenslagen ihr Antrieb und so dreht sie seit einiger Zeit auch eigenständig (die Scheibe müssen wir ihr natürlich anschwingen, da ihre Beinchen noch zu kurz sind) ansehnliche und gebrauchsfähige kleine Gefäße auf der Töpferscheibe - glaubt jetzt nicht, das wäre super einfach, in dem Alter muss es einem wohl im Blut liegen und sie ist der beste Beweis dafür, das learning by doing nicht immer erforderlich ist, sondern manchmal auch learning by looking reicht.

 

Das Oktoberkind (12) möchte seit fast sechs Jahren Töpferin/Keramikerin werden und so buchten wir für sie und Claudia für den Sommer 2017 - zusammen mit ton.im.haar - einen Drehkurs. Kurz darauf zog eine gebrauchte Töpferscheibe, deren Schwungscheibe mit dem Fuß angetrieben werden muss, in unsere Waschküche, die so zur Töpferküche wurde. Im Frühjahr darauf kauften wir uns noch einen gebrauchten Brennofen, der seinen ersten Brand bei uns genau am Geburtstag vom Opa/Papa hatte. Genau dieser Opa/Papa war es, der damals den alten Brennofen weggerissen hat, damit unser Haus gebaut werden konnte. Das war alles vor unserer Zeit, aber wenn er geahnt hätte, was eines seiner Enkelkinder für Berufswünsche haben könnte... und er hätte sicher auch nicht gedacht, dass ein Töpferofen im Keller mal die Fußbodenheizung für sein Schlafzimmer wird.

Vor mehr als 100 Jahren war Wilhelm Mittendorf (*1861 und Urgroßvater von Stefan) der letzte Töpfer auf unserem Grundstück. Zu dieser Zeit gab es sehr viele Töpfereien im Ort und darüber im Jahr 1990 ein Buch.

Auszug aus 'Töpferei in Frielendorf'

Und wie das so ist, wenn man nach langer Zeit wieder die Ausstattung einer Töpferei im Keller hat: Es kamen ein paar Anfragen und plötzlich steckten wir mitten in den Vorbereitungen zur Anmeldung unserer neuen Töpferei. Ein Name musste her und nach langem Überlegen kamen wir auf das eigentlich Naheliegendste: 'An der alten Töpferei' - trifft es doch genau und einen besseren Namen hätten wir vermutlich gar nicht finden können.

Auch wenn unser Logo schwer mit dem, was man bei einer alten Töpferei vor Augen hat, in Verbindung zu bringen ist, setzt es sich aus den Zeichen zusammen, die wir als Kennzeichnung unter unsere Töpferwerke ritzen.

In dem Mond mit der Möwe stecken die Initialien von Claudia. Sie ist für die Beschaffung, das Töpfern inkl. Tonaufbereitung, Glasieren und die Brennvorgänge, die Dokumentation, Marketing & Vertrieb, die Pflege der Homepage und Social Media, den formalen Papierkram und die allgemeine Organisation verantwortlich.

 

Das Segelboot steht für Stefan, der zwar nicht töpfert wie wir drei Mädels, aber für beratende Funktionen und z. B. für die Erstellung unseres Logos herhalten muss.

 

Die Welle ist das Zeichen unseres ausgeglichenen Oktoberkindes, das mit dem Wunsch töpfern zu wollen die Basis für alles ist, was danach kam. Neben dem eigentlichen Töpfern ist sie für gestalterische Elemente zuständig, muss ab und an als Model mit auf's Bild und greift auch selbst zum Fotoapparat. Ach ja; sie ist diejenige, die die Töpferscheibe am besten putzt - wir lassen sie...

 

Der e-Wirbel im Segel symbolisiert unser Septemberkind. Sie setzt ihre kreativen Töpferideen um, die sie gern verschenkt. Auf alle Fälle hat der Wirbelwind das Zeug zur Kursleitung. Sie bestand auf ihren Namen als Zeichen, so entschieden wir uns für den e-Wirbel, der für den letzten Buchstaben ihres Namens steht. Sie ritzt oft einfach ihren Anfangsbuchstaben ein - was soll's...

Ihr ahnt es schon: bei uns und in unserem Shop findet Ihr auch Kinderarbeit. Aber wenn Ihr glaubt, damit ein Schnäppchen machen zu können, müssen wir Euch enttäuschen: die Kinder machen andere Preise - schließlich wird auf ein Pferd mit Bauernhof bzw. einen Kuhbauernhof mit Käserei gespart...

So wie wir auf eigene Kinderarbeit setzen, statt auf billig importierte Waren, bemühen wir uns auch sonst um Nachhaltigkeit - auch wenn wir noch weit weg sind von einer perfekten Umsetzung: wir recyceln selbstverständlich den Ton, der beim Drehen, Abdrehen usw. anfällt, unser Brennofen läuft zu 100% mit Ökostrom und die Töpferscheibe braucht noch nicht mal den. Wir nutzen Teelichter ohne Alu und seit Neuestem Glastrinkhalme, Verpackungsmaterial wird nach Möglichkeit wiederverwendet, unser Paketklebeband ist plastikfrei und - wer hätte es gedacht - wir verwenden lieber Keramik statt Plastik. Und dennoch gilt grundsätzlich: auch weniger ökologische Vorräte werden erst aufgebraucht.

 

 

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